Exkursion ins Pergamonmuseum

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Seit einem Jahr lernen wir im „VHS-Deutschkurs für Eltern“ Deutsch und die deutsche Kultur kennen. Beides ist für uns sehr wichtig, um bald hier arbeiten und das Leben in Berlin genießen zu dürfen.

Unsere Lehrerin Elisabeth erzählt uns im Unterricht oft von den unzähligen Möglichkeiten in der Metropole an der Spree und motiviert uns daran teilzunehmen.

Die Museen in unserem Bezirk Mitte auf der Museumsinsel bilden unbestritten das kulturelle Zentrum Berlins, also besichtigen wir heute das Pergamonmuseum.

Vor dem Ausflug erfuhren wir  im Unterricht vieles Wissenswertes über das Museum.

Wir werden Sammlungen dreier Museen sehen: die Antikensammlung, die Sammlung des  Museums für Islamische Kunst und die des Vorderasiatischen Museums.

Für manche Teilnehmer_innen sind Begriffe wie „v.Chr., n.Chr.“ oder „Antike“ fremd. Es wird alles erklärt und – nun – dürfen wir die imposanten Exponate und Bauten mit eigenen Augen bewundern.

Zuerst überwältigt uns mit seiner Schönheit und Größe das Markttor aus der kleinasiatischen Stadt Milet…. aus dem 2.Jh. n.Chr. Manche von uns erinnern sich an den Philosophen Thales aus Milet (geb. 624 n. Chr.) aus dem Geschichteunterricht im Gymnasium in unseren Ländern, andere bleiben erstaunt vor dem Ischtar-Tor und der Prozessionsstraße von Babylon lange stehen und glauben kaum, dass  sie die Bauten aus dem 6.Jh. v.Chr. hier in Berlin bewundern können.

Ab und zu  setzen wir uns auf die Bank und teilen leise unsere wunderbaren Empfindungen.

Wir gehen langsam weiter und auf einmal zeigt sich vor uns eine gigantische Fassade aus rotem Stein. Sie gehörte zu dem Palast von Mschatta aus dem 8.Jh., dessen Ruine ca. 30 km südlich der jordanischen Hauptstadt Amman liegt. Noch heute befinden sich Teile auf dem Gelände des Flughafens von Amman.

Zum Schluss versprechen wir alle, bald das wunderbare Museum mit Freunden und Familien nochmal zu besichtigen; spätestens in 2023 -  dann können wir auch den Pergamonaltar sehen.

Wir möchten uns noch unterhalten, also kehren wir in eine Pizzeria am Gendarmenmarkt ein, essen, trinken und sind beglückt vom  Gesehenen, aber auch mal traurig über das Vergehen mancher Zivilisationen.

 

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