Elternredaktion

„Jetzt bin ich dran!“ Computerunterricht und Textsorten

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Jetzt bin ich dran! Wer an der Elternredaktion teilnimmt, kann nicht vermeiden, in Deutsch zu schreiben. Und zwar ist meine heutige Aufgabe, die ich nicht so leicht finde, eine kurze Zusammenfassung unserer Unterrichtstunden am 24. September 2015 zu verfassen.

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Dieser dritte Termin beginnt mit Computerunterricht. In Raum 204 empfängt uns eine neue Lehrerin, Elke Hauf. Sie ist verantwortlich für unsere Computerausbildung. Heutzutage gibt es in fast allen Bereichen des Lebens Computer, und so gibt es natürlich auch keine Zeitungen ohne Computer. Allgemeine Software wie Word und Photoshop gehören zum Alltag eines Journalisten, ganz zu schweigen von der speziellen Software, zum Beispiel für das Layout einer Zeitung.CIMG3808_Bildgröße ändern

Aber am Anfang ist unser Lernziel bescheidener. Zwar sind die Computerkenntnisse der Teilnehmer sehr unterschiedlich, aber ganz schlecht ist bei allen der Deutschwortschatz im Bereich Computer. Ich zum Beispiel kann keine einzige Taste vor mir auf Deutsch benennen. Deswegen fangen wir mit dem Einmaleins an. Schritt für Schritt – jeder von uns vor seinem eigenen Bildschirm im Computerraum – erklärt uns Elke Hauf, wie wir einen Text in Word schreiben können. „Und nicht vergessen zu speichern”, sagt sie. „Speichern“ – schon wieder ein neues Wort. Nach zwei Stunden haben wir nicht nur unseren virtuellen Schreibtisch der Elternredaktion aktiviert, sondern auch eine Menge neuer deutscher Begriffe wie Angabefeld, Datenmüll, Pfeiltaste, Umschaltaste usw. in unseren eigenen Arbeitsspeicher bzw. unser Gedächtnis eingelesen.

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Nach einer kurzen Pause beginnt der zweite Teil des Vormittags im Elternredaktionskurs unter der Leitung von Beate Strenge. Journalismus ist zurück mit einem Kernthema, die Textsorten. Und es gibt so viele!

2Mit Übungen sammeln wir alle verschiedenen Artikelsorten von Nachricht, Bericht und Leserbrief bis Kommentar und Kritik sowie Infokasten und Umfrage… Also noch einmal viele neue Wörter. Wir sortieren sie nach zwei Bereichen. Information: wie zum Beispiel Nachricht und Bericht – sowie Meinungsartikel: wie Kommentar und Essay.

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Last but not least, verteilt uns Beate Strenge eine Agenturmeldung der Nachrichtenagentur dpa (Deutsche Presseagentur). Neben wichtigen Abkürzungen lernen wir, dass kurze Nachrichten immer auf die fünf folgenden Fragen antworten müssen: Wer? Wo? Wann? Was? Woher (kommt die Nachricht)?  Längere Meldungen antworten auch auf die Fragen wie? und warum?  Und jetzt machen Sie mit! Hausaufgabe für den nächsten Termin ist: Schreiben Sie eine Nachricht über den Start der VHS-Zeitungsprojekts!

Text: Claire Dufour, Fotos: Beate Strenge

 

 

 

 

Einblick in die Vielfalt der Medien

Gesamtkursansicht-1Beim zweiten Treffen der Elternredaktion am 22. September 2015 haben wir uns mit verschiedenen Pressemedien und deren Stil und Inhalt beschäftigt. Unterschiedliche deutsche Zeitungen und Magazine wurden analysiert im Hinblick auf ihre Struktur, Design und Aufbau der Rubriken.

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Dabei haben wir die ersten theoretischen Begriffe gelernt, um den Zusammenhang zwischen Form, Inhalt und Zweck verschiedener Medien besser zu verstehen. So haben wir uns mit dem Stil verschiedener Medien von Tageszeitungen und Boulevardzeitungen, über Polit- und Fachmagazine bis zum Lifestyle- und Foodmagazine vertraut gemacht.

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Im praktischen Teil haben wir in Gruppen einzelne deutsche Zeitungen und Magazine auf ihre genaue Rubrikenstruktur analysiert. So konnten wir die Strukturierung jeder einzelnen Zeitung diskutieren, um die Aufteilung der Informationen besser zu verstehen. Einsichten, die wir bei der Analyse bekommen haben, können wir später beim Schreiben und Aufbau unserer Zeitung benutzen.

6Text: Pavel Drabek, Fotos: Ewald Schürmann

 

 

Kick-Off-Veranstaltung und Kursbeginn Elternredaktion

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Am 17. September 2015 nahmen 14 Teilnehmer_innen an der Kick-Off-Veranstaltung der Elternredaktion im Rahmen des Projektes der Elternakademie der Volkhochschule Berlin Mitte teil. Zehn Frauen und zwei Männer, die sich für die Kunst des Bürgerjournalismus interessieren, kommen aus acht unterschiedlichen Nationen – China, Libanon, Portugal, Frankreich, Türkei, Israel, Tschechien und Brasilien. (Weitere Teilnehmer_innen haben sich angekündigt, konnten aber nicht zum ersten Termin kommen.

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Zu Beginn hat sich jeder vorgestellt und seine Interessen an dieser Grundqualifizierung für den Bürgerjournalismus genannt. Viele möchten auch durch den Kurs ihr Deutsch mündlich und schriftlich verbessern.

 

 

 

 

 

 

 

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Wichtig ist, dass die Teilnehmer nicht nur Demokratie leben, sondern sich auch trauen, öffentlich demokratisch ihre Meinung zu äußern.  In der Tat haben einige Teilnehmer_innen ihre Kritik an Deutschland ausgedrückt, beispielsweise das schlechte Wetter oder die Unhöflichkeit der Deutschen.

 

 

 

 

Elternredaktion-3Der Kurs hat schon mit einer ersten Phase der Zeitungsproduktion begonnen: Dies war eine Auswahl der unterschiedlichen Themen, die behandelt werden sollten. Beim Brainstorming wurden Wunschthemen vorgestellt. Es zeigte sich ein sehr breites und buntes Themenspektrum wie Kultur, Politik, Religion, Stadtentwicklung, Essen, Erziehung, Gesundheit, Sport, Leben, Reisen und Urlaub.

gruppeAls weitere Themen wurden genannt: Architektur in Berlin, Kapitalismus, eine Welt ohne Krieg, Solidaritätsprojekt im Kiez, interkulturelle Landeskunde, Mondfest in China, Probleme der Kinder, Rechte von Müttern, Kontakte mit Deutschen, Kopftuch und Burka, Vorschläge für Spaziergänge in Mitte…

Alle freuen sich auf den nächsten Termin!

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Text: Adeline Haaby, Fotos: Ewald Schürmann

 

 

 

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